hoi

auch dieses jahr konnte ich am alten silvester mit den anderen chläusen chlausen gehen. doch da der alte silvester dieses jahr auf einen sonntag fällt, mussten wir schon am 12. gehen. und genau an diesem tag sollte eben die weltcup-abfahrt am lauberhorn stattfinden; das absolute saisonhighlight… glücklicherweise wurde sie wegen des voraussichtlich schlechten wetters auf den sonntag verschoben. wir gingen also ohne sorgen chlausen und mussten ziemlich weit hinauffahren, bis wir (mit verspätung) endlich oben im brand ankamen. fern hatten wir im brand eitel sonnenschein, heuer mussten wir uns mit schneefall begnügen. schon nach kurzer zeit hatten wir völlig durchnässte schuhe und berieten uns schon, ob wir das bürgerheim erst nehmen sollten, nachdem wir im ,,rössli“ waren und so mit trocknen socken dort chlausen konnten. wir (eigentlich war es markus, der mit mir als einziger für die folgende idee und der vorderste war und das bestimmte) einigten uns auf die ursprüngliche tour und liefen sie auch ab. als wir im rössli ankamen, um mittagessen zu uns zu nehmen, musste ich feststellen, dass meine socken, die vorhin noch hübsch hellgrau gewesen waren, einen tiefblauen, fast schwarzen ton angenommen hatten. zum glück war der ersatz schon bereit. nachdem wir das leckere mittagessen(das aus pommes frites und dazu einem schnitzel bestand…:-P) heruntergeschlungen hatten, mussten wir weiter. wir chlausten das dorf durch, bis wir feststellen mussten, dass sich in unseren socken bereits soviel wasser staute, dass wir uns eines sicher waren: wenn wir alle unsere socken am gleichen ort auswinden würden, könnte das wasser darin reichen, eine 1,5 liter-flasche, nein, ein ganzes aquarium zu füllen. wir hatten nicht mehr die kraft in den füssen, die ganze schwendistrasse durchzuchlausen, und gingen also direkt zu kellers in die bruggstrasse. unter dem haus befand sich aber eine sehr steile(im unteren teil so um die 80 und 90, vielleicht stellenweise knapp hundert neigungsprozente) wiese, auf der mattias schon zum vierten mal heute ausrutschte. ich hingegen blieb als einziger verschont, weil ich dort durch ging, wo der schnee noch nicht weggeschmolzen war. wir gingen also die bareneggstrasse hinauf und hatten nur noch zwei häuser vor uns. durch das viele wasser in den schuhen nahmen wir beim letzten haus(damit ist unser haus gemeint) kein zäuerli mehr.

eigentlich war das der bericht vom chlausen, aber den rest hab ich euch noch nicht gesagt. muss ich auch nicht, oder?

auf bald

franz

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